Wenn Gott uns etwas schuldet

Wir geben gerne, aber erwarten etwas umso lieber zurück. Das ist einfach so. Ist teil der menschlichen (verfallenen) Natur.

Jeder der gibt, erwartet etwas. Sei es, dass man sich irgendwie dankbar zeigt (bspw. die Person zeigt sich einem als loyal oder ist generell einfach netter als sonst) oder manchmal reicht ein einfaches Dankeschön.

Wenn das nun nicht passiert oder sogar das Gegenteil… Die Person zeigt sich undankbar. Er verhält sich schon fast bösartig einem gegenüber. Das tut weh. Das schadet allen voran unser Stolz.

„Was erlaubt sich der? Wir haben ihm dies und jenes gegeben und uns abgemüht und nun kriegen wir DAS als Dankeschön?“

Gottseidank sind die Jünger Christi davon verschont, denn Jesus Christus hat sie schon vorgewarnt und erklärt, wie sie geben sollen.

Nehmt euch in Acht! Wenn ihr Gutes tut, dann tut es nicht öffentlich, nur damit ihr bewundert werdet. In diesem Fall dürft ihr nicht erwarten, von eurem Vater im Himmel belohnt zu werden. Wenn du einem Bedürftigen etwas gibst, posaune es nicht heraus, wie es die Heuchler tun, die in den Synagogen und auf den Straßen mit ihren Wohltaten angeben, nur um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen! Ich versichere euch: Das ist der einzige Lohn, den sie jemals dafür erhalten werden. Wenn du jemandem etwas gibst, dann sag deiner linken Hand nicht, was deine rechte tut. Gib in aller Stille, und dein Vater, Der alle Geheimnisse kennt, wird dich dafür belohnen.

Matthäus 6:1-4 (Neues Leben Bibel)

Ganz ehrlich. Wir geben gerne und am liebsten, dass es der andere merkt. Manchmal, je nachdem wie stark unser Stolz ist, wollen wir geben, wenn es andere mitbekommen können. Und Jesus hat dafür ein Gegenmittel: Wir sollen möglichst im Geheimen geben und erwarten sollen wir im Gegenzug nur etwas von Gott.

Es ist schwierig, denn es ein so grosser Teil unserer selbst. Und schlimmer: Leider machen wir das nicht nur mit unseren Mitmenschen, sondern auch mit Gott.

Am Tag des Gerichts werden viele zu Mir kommen und sagen: ›Herr, Herr, wir haben in Deinem Namen prophezeit und in Deinem Namen Dämonen ausgetrieben und viele Wunder vollbracht.‹ Doch Ich werde ihnen antworten: ›Ich habe euch nie gekannt. Fort mit euch. Was ihr getan habt, habt ihr gegen das Gesetz getan.‹

Matthäus 7:22-23 (Neues Leben Bibel)

Wir machen (fast) alles für Gott. Aber wehe, Er bemerkt das nicht und gibt uns nicht das zurück, was Er uns verspricht (oder zumindest das, was wir glauben, Er versprochen gehabt zu haben). Wie viele Menschen haben in fehlender Demut seine Faust gegen Gott erhoben…

„Gott, ich hab mein Leben für dich aufgegeben. Wo ist mein Ehepartner?“

„Gott, ich bin für dich Pastor geworden. Wieso habe ich ein Kind verloren??“

„Gott, ich bin für dich keusch geworden. Wieso ist meine Ehe in die Brüche gegangen??“

Und ganz klar erklärt uns Gott, dass wir das alles wieder nur für uns gemacht haben. Unsere Reaktion soll uns vorgehalten und hoffentlich zum Weckruf werden… Was machen wir tatsächlich für Gott, für unsere Mitmenschen oder schlussendlich doch nur wieder für uns?

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