Die Geschichte von Josef

Frauen warten nicht auf einen Prinzen, der sie rettet. Auch wenn ihnen (und den Männern) das weissgemacht wird, ist die Wahrheit ganz einfach, wenn auch auf einer ganz anderen Art romantisch.

Die Geburt Jesu Christi aber geschah auf diese Weise: Als nämlich Seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war.
Aber Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht der öffentlichen Schande preisgeben wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen.
Matthäus 1:18-19 (SCH2000)

Ein wahrer (hier steht, ein gerechter) Mann zeigt sich erst, wenn er in Bedrängnis kommt und sein eigenes Wohlergehen auf dem Spiel steht bzw. sein Ego bedroht wird.

Maria schien für den Aussenstehenden (und auch für Josef im ersten Moment) eine Ehebrecherin zu sein. Sie waren noch nicht einmal verheiratet und schon gab es Probleme. Gott hätte hierfür einen zulässigen Ausweg für ihn bereit gehabt, denn in der Verlobungsphase sind die zwei noch nicht eins gemacht und somit käme eine Scheidung noch in Frage.

Gott hatte aber einen anderen Wunsch gehabt.

Während er aber dies im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist.
Matthäus 1:20 (SCH2000)

Wo noch zu Beginn, Josef nur helfen wollte SEINE FRAU vor öffentliche Schande zu schützen, was schon an sich ein bewundernswerter Akt ist, will Gott nun, dass Josef, zusammen mit Maria, diese Schande mitträgt.

Und Josef macht es ohne mit einer Wimper zu zucken.

Als nun Joseph vom Schlaf erwachte, handelte er so, wie es ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich;
Matthäus 1:24 (SCH2000)

Ein hundsgewöhnlicher Prinz/Mann würde eher Mühe haben eine Ehebrecherin, eine Prostituierte oder eine Frau zu lieben, die sonst wie in einer „schwierigen“ Lage steckt. Das ist ein grober Imageverlust für jeden Mann, der Respekt und Würde erwartet. Josef hat sich entschieden dies, wenn nötig, ein Leben lang mitzumachen/mitzuleiden.

Dabei geht es nicht einmal um die romantische Liebe. Josef zeigte eine ganz andere Art von Liebe, die überirdisch scheint, denn er opfert sich selber für das Wohlergehen seiner Ehefrau und somit zur Freude von Gott.

Solch eine Liebe findet man aktuell nur am Kreuz – durch die Person von Jesus Christus.

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.
Johannes 3:16 (SCH2000)

Frauen warten auf einen gerechten Mann, wie Josef, der diese Liebe widerspiegeln kann. Eigentlich hat es die ganze Welt bitter nötig. Männer, die durch Gott neu erschaffen und danach so geschliffen worden sind, dass sie nur noch an andere denken können (wenn nötig, sogar zu seinem eigenen Nachteil).

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